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Einführung ins Risikomanagement

1. Ziel und Nutzen

Ziel der Einführung

Risikomanagement hilft Unternehmen/Institutionen/Vereine/Gemeinden usw., unerwartete Verluste zu vermeiden, Kosten zu kontrollieren und Chancen gezielt zu nutzen.

Diese Einführung zeigt, wie Sie Risiken systematisch erkennen, bewerten und steuern – einfach und umsetzbar im Tagesgeschäft.

Nutzen für Ihr Unternehmen

  • Transparenz: Sie wissen, welche Risiken Ihr Unternehmen wirklich betreffen.

  • Sicherheit: Risiken werden nicht mehr verdrängt, sondern gesteuert.

  • Wirtschaftlichkeit: Durch bewussten Umgang sinkt der Total Cost of Risk (TCOR).

  • Vertrauen: Kunden, Banken und Partner sehen, dass Sie professionell geführt sind.

2. Was bedeutet ‘Risiko’?

«Risiko ist die Möglichkeit, dass ein Ereignis Ihre Ziele beeinflusst – positiv oder negativ.»

Jedes Unternehmen ist Risiken ausgesetzt: Lieferverzug, IT-Ausfall, Personalausfall, Preissteigerungen, rechtliche Änderungen.
Wichtig ist nicht die Vermeidung aller Risiken, sondern der bewusste Umgang damit.

Ziel: Risiken verstehen, bewerten und beherrschbar machen.

3. Der Nutzen von Risikomanagement

Ziel

Beschreibung

Beispiel

Schutz

Vermeidung von finanziellen Schäden

Versicherung, Notfallplanung

Stabilität

Bessere Planbarkeit von Ergebnissen

Cashflow-Sicherung

Effizienz

Reduzierung von Doppelarbeit, unnötigen Sicherheiten

Risikobasierte Entscheidungen

Wachstum

Mut zu kontrollierten Chancen

Neue Märkte, Innovation

Risikomanagement ist kein Bürokratieprojekt – es ist ein Werkzeug zur Unternehmenssteuerung.

4. Der Risikomanagement-Prozess

Nach ISO 31000 und bewährter Praxis gliedert sich Risikomanagement in sechs Schritte.

5. Typische Risikokategorien

Kategorie

Beispiele

Hinweis

Strategische Risiken

Marktveränderungen, neue Wettbewerber, Fehlinvestitionen

Frühzeitige Marktbeobachtung

Operative Risiken

Produktionsausfall, Lieferantenprobleme, Qualitätsmängel

Prozessanalyse, Notfallpläne

Finanzielle Risiken

Liquidität, Währungs- oder Zinsänderungen

Finanzcontrolling, Hedging

Rechtliche Risiken

Haftung, Datenschutz, Vertragsfehler

Rechtsprüfung, Schulungen

IT- und Cyberrisiken

Systemausfälle, Datenverlust, Cyberangriffe

Backup-Strategien, Awareness

Personelle Risiken

Know-how-Verlust, Krankheit, Fachkräftemangel

Nachfolgeplanung, Weiterbildung

6. Risikoanalyse & Bewertung

Bewertungskriterien:

  • Eintrittswahrscheinlichkeit: selten / möglich / wahrscheinlich

  • Auswirkung: gering / mittel / hoch

Daraus entsteht die Risikomatrix, die priorisiert, welche Risiken zuerst behandelt werden müssen.

7. Steuerung & Massnahmen

«Nicht jedes Risiko ist schlecht – entscheidend ist, dass Sie es kennen und steuern.»

8. Kennzahl: Total Cost of Risk (TCOR)

Diese Kennzahl zeigt, wie effizient Ihr Risikomanagement ist.
Ein sinkender TCOR bedeutet, dass Sie mehr Kontrolle über Ihre Gesamtrisiken und Kosten gewinnen.

Bestandteile TCOR:

Beispiel eines Strategie-Vergleiches eines Unternehmens

Kostenkomponente

Strategie A
(mehr Versicherung)

Strategie B
(mehr Prävention)

Prämien

CHF 500’000

CHF 300’000

Selbstbehalte

CHF 100’000

CHF 150’000

Präventionskosten

CHF 50’000

CHF 120’000

Verwaltungskosten

CHF 30’000

CHF 40’000

Gesamt (TCOR)

CHF 680’000

CHF 610’000

Strategie B hat einen niedrigeren TCOR, also ist sie wirtschaftlich sinnvoller – obwohl sie höhere Präventionskosten hat.

9. Reporting & Kommunikation

Warum Reporting entscheidend ist:
Ein wirksames Risikomanagement lebt von Transparenz und Kommunikation.
Nur wenn Risiken sichtbar, verständlich und vergleichbar dargestellt werden, können sie aktiv gesteuert werden.

Ziel: Führungskräfte sollen auf einen Blick erkennen, wo Handlungsbedarf besteht.

Kerninstrumente des Risiko-Reportings:

Instrument

Beschreibung

Nutzen

Risikoregister

Zentrale Übersicht aller identifizierten Risiken mit Bewertung, Verantwortlichen und Massnahmenstatus

Vollständigkeit & Nachverfolgbarkeit

Risikobericht

Regelmässiger Bericht an Geschäftsführung / Inhaber mit Veränderungen, Massnahmenfortschritt und Bewertungstrends.

Entscheidungsgrundlage & Priorisierung

Risikodashboard

Entscheidungsgrundlage & Priorisierung

Schnelle Übersicht & Frühwarnsystem

Ein übersichtliches Ampel-Layout (rot – gelb – grün) zeigt auf einen Blick den aktuellen Status jedes wesentlichen Risikos.

Empfohlene Kennzahlen (KPIs / KRIs)

Instrument

Beschreibung

Nutzen

TCOR (Total Cost of Risk)

Gesamtkosten aller Risiken und Risikosteuerung

Versicherungs- & Finanzdaten

Risikoreduktionsquote

Anteil der reduzierten Risiken gegenüber Vorperiode

Risikoregister

Verlustquote

Verhältnis eingetretener Schäden zu Gesamtumsatz

Schadensstatistik

Berichtsfrequenz

Turnus der Risikoaktualisierung (z. B. quartalsweise)

Managementprozess

10. Implementierung im Unternehmen

Start klein – denken gross:

  1. Verantwortliche Person benennen („Risk Owner“).

  2. Risiken erfassen und priorisieren.

  3. Massnahmen definieren und überwachen.

  4. Ergebnisse regelmässig überprüfen.

  5. TCOR jährlich analysieren und optimieren.

Erfolgskriterium: «Risikomanagement ist wirksam, wenn es im Alltag mitgedacht wird – nicht nur im Audit.»

11. Fazit

Risikomanagement ist kein Kostenfaktor, sondern ein Steuerungsinstrument.
Es stärkt die Zukunftsfähigkeit, senkt die Unsicherheit und steigert das Vertrauen in Ihr Unternehmen.

„Risiken verschwinden nicht – aber sie lassen sich gestalten.“

Die LRM Risikomanagement AG sorgt dafür, dass Ihr Risikomanagement praxisnah, effizient und messbar wirksam wird – von der Analyse bis zur Umsetzung.